
Bullet Points mal anders: So bringst du Struktur auf Slides und Websites
Aufzählungspunkte oder „Bullets“ sind klein, aber wirkungsvoll. Sie helfen dabei, Informationen zu strukturieren und Texte leichter lesbar zu machen. Ob im Newsletter oder auf der Website: Richtig eingesetzt bringen sie Klarheit in deine Inhalte.
Ein Bullet trennt einzelne Aussagen im Text und macht aus jeder einen klaren Abschnitt. Es kann als einfache oder nummerierte Liste erscheinen und das Beste: Es lässt sich ganz unterschiedlich gestalten, etwa mit Symbolen, Buchstaben, Emojis, Icons oder Zahlen.
Dicke Punkte seit 1987
Der größte Bullit-Verteiler weltweit? Ganz klar: PowerPoint. Die Standardeinstellungen waren so gebaut, dass es schwieriger war, keine Bulletpoints zu setzen, als sie einfach drin zu lassen. Zur allerersten PowerPoint-Version gab es übrigens eine witzige Beispiel-Präsentation: der Businessplan von Christoph Kolumbus zur „Erschließung der Neuen Welt“. Auf sieben von elf Folien? Dicke, fette Bulletpoints.
Bulletpoints waren übrigens keine Erfindung von PowerPoint. Als das Programm auf den Markt kam, waren sie schon längst fester Bestandteil von analogen Präsentationen. Die PowerPoint-Macher haben sich bei ihren Slide-Vorlagen einfach an dem orientiert, was damals eh schon Standard war.
Bulletpoints: Dicke Punkte, schwierige Sache
Viele Typografen mögen dicke Punkte als Bullets nicht besonders. Tim Harrower empfiehlt in seinem „Newspaper Designer’s Handbook“, Bulletpoints „nur für besondere Effekte“ zu verwenden. Marcin Wichary, Designer bei Medium, äußert sich in einem Artikel über seine Lieblingssymbole noch deutlicher: „Get out of here, you stupid fat bullet point. No one invited you.“
Tipps für dezentere Bullets
Wenn du doch mit Bullets als fetten Punkten arbeiten möchtest, gibt es ein paar einfache Tricks, um sie optisch angenehmer wirken zu lassen. Zum Beispiel kannst du den Punkt um das 1,5- bis 2-Fache verkleinern. So wirkt er weniger dominant. In bestimmten Schriftarten fällt das Zeichen automatisch weniger auf.

Gib dem Bullet eine Farbe. Ein dezenter Grauton macht den Bulletpunkt optisch angenehmer. Auch das lässt ihn optisch leichter wirken und sorgt dafür, dass der Fokus stärker auf dem Inhalt liegt als auf dem Punkt selbst.
Lass den Bullet so, wie er ist oder vergrößere ihn sogar leicht. Wichtig ist, ihn visuell auszubalancieren, zum Beispiel durch andere fette Elemente im Text. Der Punkt im Beispiel ist zwar ein Fußnotenzeichen und kein Aufzählungszeichen, aber das Prinzip bleibt gleich: Wenn schwarze Punkte sich nicht stören, sondern miteinander spielen, dann wird es Bauhaus.
Wer sagt, dass Bullets immer Punkte sein müssen?

Nummerierte Liste eignet sich besonders gut, wenn Informationen in einer bestimmten Reihenfolge vermittelt werden sollen. Häufig kommt sie zum Einsatz bei Anleitungen, Rezepten, Leitfäden, Regelwerken oder offiziellen Dokumenten.

Textblöcke im UI-Stil Kurze Abschnitte mit hervorgehobener Zeile (z. B. fett oder größer), optisch abgesetzt durch Hintergrundfarbe oder Rahmen. Kein Bullet, keine Zahl, aber trotzdem klar und aufmerksamkeitsstark.

